Schulwart

Manfred Schiester – der gute Geist in der Bachgasse

 

Mehr als der Schulwart in der Bachgasse: Manfred Schiester ist einfach Ansprechpartner für alle, die Hilfe brauchen. Dadurch wird die Arbeit natürlich immer mehr und der Tag oft zu kurz. Wir bitten die gute Seele der Bachgasse, Manfred Schiester, vor den Vorhang:

 

Seit Oktober 1998 hält Manfred Schiester die Fäden dieses großen Schulhauses zusammen. Das sind 21 Jahre, in denen der gebürtige Steirer das Gebäude verwaltet.

 

Fangen wir bei den offiziellen Aufgaben unseres Schulwartes an: Was als „Management des Hauses” zusammengefasst ist, bedeutet eigentlich Arbeit in ganz vielen verschiedenen Bereichen. So fallen Geräte wie Kopierer aber auch Strom und Heizung in seinen Aufgabenbereich. „Wir holen ganz selten Professionisten ins Haus, die meisten handwerklichen Arbeiten mache ich selbst. Alles interessiert mich und ich mach dann einfach”, erzählt Schiester aus seinem abwechslungsreichen Arbeitsalltag. Auch kommt es an den – Gott sei Dank immer weniger werdenden – schneereichen Tagen auch vor, dass Manfred Schiester schon um 3 Uhr früh beginnt, den Parkplatz für die rund 100 LehrerInnen freizuräumen. Denn auch die Außenanlagen, zu denen auch der Sportplatz gehört, sind in seinem Aufgabenbereich.

 

Der grüne Schatz der Bachgasse, der riesige Garten, wird allerdings sogar Manfred Schiester manchmal zu viel. Immerhin sind hier ca. 12 000 m2 Grünfläche zu betreuen, Sträucher und Rasen zu schneiden, Bewässerung des Rasens vorzunehmen oder Laub zu entfernen.

 

Eine weitere Oase in der Bachgasse ist ebenfalls Aufgabenbereich von Manfred Schiester: Das Buffet. Hier schnippeln er und seine beiden Buffet-Mitarbeiterinnen täglich frische Rohkost. Obstsalat und Gemüsesticks sowie frische Salate, stehen schon seit Jahren auf der Speisekarte. Keine Selbstverständlichkeit, besonders bei einem Schulbuffet. Vollkorn-Weckerl mit viel „Grün”, Schnittlauch-Brote, vegetarische Wraps: das Angebot an vitaminreichen Snacks ist groß. Zwar finden hier auch Schleckermäuler Futter, aber die Auswahl an gesunden Nährstoffen überwiegt. Das Schulbuffet bekommt also eine glatte „Eins” ins Ernährungs-Zeugnis.

 

Was schätzt Manfred Schiester nach über 20 Jahren an seiner Arbeit in der Bachgasse? „Die Vielfältigkeit, jeder Tag ist anders. Aber, was für mich am wichtigsten ist: Ich hab mit Kindern zu tun. Auch wenn sie manchmal schlimm sind, die Summe passt, es kommt so viel von den Kindern zurück”, stellt Schiester auch seinen jungen KollegInnen ein sehr gutes Zeugnis aus. Damit das Zusammenleben von rund 1000 Kindern so gut klappt, plädiert Schiester für ein höfliches und offenes Umgehen miteinander: „Das Wohl der SchülerInnen liegt mir am meisten am Herzen. Ich will für alle Probleme da sein, das biete ich den SchülerInnen an: Kommts zu mir und sprecht mir mir.” Respektvoll miteinander reden – das sagen wir unseren Kindern gerne weiter, denn was in der Schule gelernt wird, ist auch im Leben daheim wichtig. Und umgekehrt.

 

„Herr Schiester, ich hab meinen Schlüssel vergessen”, diesen Hilferuf hört Manfred Schiester wohl mehrmals täglich. Besonders zu Schuljahres-Beginn stehen viele SchülerInnen vor verschlossenen Spind- oder Garderoben-Kästchen. Nicht nur Erstklässler, auch Oberstuflerinnen oder sogar LehrerInnen wenden sich dann oft hektisch, manchmal panisch oder schüchtern, jedenfalls aber hilfesuchend an unseren Schulwart. Mit seinem riesigen, rasselnden Schlüsselbund öffnet er dann nicht nur verschlossene Türen, sondern macht den Tag ein Stück leichter.

 

Zur Familie von Manfred Schiester gehören neben seiner Frau und seinem Sohn auch zwei wohlerzogene Hündinnen. Unsere Kinder kennen sie schon, teilweise sogar sehr gut: Lina und Bruni. Die beiden Labrador-Damen erobern die Herzen der Bachgassen-Zweibeiner mühelos. Immer wieder einmal warten sie im Eingangsbereich geduldig, bis ihr Herrchen Zeit für sie hat. Inzwischen bekommen sie von den Kindern Streicheleinheiten und geben dafür eine Portion Glücksgefühl und Gemütlichkeit in die nächste Schulstunde mit. Diese vierbeinigen Kolleginnen gehören einfach zur Bachgasse dazu.

 

Katze Holly gehört ebenfalls zur Familie Schiester. Sie sorgt dafür, dass die Bachgasse “mausfrei” bleibt.